
Zum Jahresbeginn 2026 wurden in Debstedt zahlreiche Bäume auf Grund der Straßenbaumaßnahmen an der L118/120 gefällt.
Seit Jahren wird um den Ausbau der Landesstraßen 118 und 120 in der Ortschaft Debstedt geplant, geredet, neue Vorschläge diskutiert und jetzt fast schon zum Finale vorangetrieben. Anfang 2026 wurden entlang der Strecke etliche der stattlichen Bäume gefällt. Fast alle, aber der Ortsrat hat mit starkem Einsatz von Michael Kaschek (Bündnis 90 / die Grünen) die Abholzung im Bereich des denkmalgeschützten Marktplatzes vorerst verhindern können (die NORDSEE-ZEITUNG berichtete).Dass ein gesunder Baum gefällt werden soll, nur weil die Möglichkeit besteht, dass dieser Baum wegen der geplanten Kanalbaumaßnahmen Schaden erleiden könnte, darf nicht als Freigabe zur Naturvernichtung ausgelegt werden. Der Ortsrat kämpft weiter in dieser Angelegenheit. Jetzt hat Ortsbürgermeister Bernd Krüger von der Verwaltung erfahren, dass von der geplanten Entfernung des Baumes Abstand genommen wird. Was ist jetzt aber mit dem anvisierten Ausbau der Ortsdurchfaht – eine der übermäßig stark frequentierten Straßen in der Region auf Grund der guten Autobahnanbindung. Jetzt stehen am 13. September die Kommunalwahlen in Niedersachsen an. Die Wählerrinnen und Wähler erwarten Antworten.
Nicht nur wegen des Beginns mit seinen extremen Verkehrsbehinderungen – vielmehr wollen die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner auch nun endlich
mal eine klare Antwort zu den erwartenden Kosten haben. Denn diese Personen sind es, die den Großteil der Gebühren zu stemmen haben. Die
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat auf Nachfrage der NZ folgendes durch die Pressestelle von Geschäftsbereichsleiterin
Friederike Wöbse (Stade) mitgeteilt: „Bezüglich der OD Debstedt sind wir in den letzten Vorbereitungen der Ausschreibung, die noch in diesem Quartal
erfolgen soll. Der Baubeginn ist dann im Anschluss an das eu-weite Vergabeverfahren geplant, abhängig des Verlaufs des Verfahrens und der Witterung.
Sobald der genaue Baustart ersichtlich ist, informieren wir natürlich, auch in einer öffentlichen Informationsveranstaltung. Hier wird dann auch detailliert
über die geplanten Umleitungen und Bauabschnitte berichtet.“ Die zahlungspflichtigen Anrainer werden sicherlich bei dieser Info-Veranstaltung massenweise
vertreten sein.










