
Mittelalterliches Spektakel in Debstedt
Das schwere Kettenhemd der mitteralterlichen Kämpfer blieb auf dem Rasen liegen, denn zum großen Sommerspektakel beim Debstedter Heimatverein brannte die Sonne vom blauen Himmel herab und auch der kurze Regenschauer am Sonntag brachte kaum eine Abkühlung. Da kamen die Hobby-Darsteller in ihren altwürdigen Gewändern auch ohne besondere Requisiten ins Schwitzen. Auf dem weitläufigen Gelände mit gut einem halben Hektar – also über 5000 Quadratmeter – luden über 20 interessante Stände zur Verweilung auf. Die Organisatoren achteten dabei auf eine große Vielfalt von Angeboten. „Die erste Planung dieser dritten Auflage unseres mittelalterlichen Festes in Debstedt begann bereits 2024“ – so der Hausherr und Veranstalter Philipp von der Reith. „Ein buntes Treiben von Händlern, Handwerkern und Darstellern wurde geboten“- so von der Reith weiter. Viele der Akteure stehen noch im Beruf und müssen ihren Urlaub für diese Darstellungen entsprechend planen. Kulinarisch konnte auch an jeder Ecke etwas entdeckt werden. Selbst die traditionelle Suppe aus dem Grapen durfte an diesem Ort nicht fehlen. Bis hin zur großen Feuershow stellten die Veranstalter so einiges auf die Beine. Als Heerlager werden die einzelnen Zelte bezeichnet. Bereits seit vergangenen Mittwoch sind die ersten mobilen Unterkünfte hinter dem Heimatmuseum aufgebaut worden. Aber das Wetter machte zu Schaffen: Die Sonne trieb alle in den Schatten, der Sturm vor der Veranstaltung zerschmetterte das Geschirr eines Anbieters (der Heimatverein hat hier sofort entsprechenden Ersatz zur Verfügung gestellt und der leichte Regenschauer am Sonntag brachte auch nur kurzfristig Abkühlung. Gemeinsam mit einer Gruppe aus Bremervörde wurde das Spektakel geplant. In einem Umkreis von gut 100 Kilometern um die Stadt an der Oste stellen die Artisten ihr Können in den zahlreihen Orten zur Schau. Von Jung bis Alt ist für jeden Besucher etwas dabei – so lauten die Versprechen – und das stimmt. Leuchtende Kinderaugen sieht Schmied Guido Kluding am Ende der Mitmach-Aktion am Feuer. 15 Minuten dürfen die Jüngsten unter fachkundiger Anleitung werken. Seit 1986 ist Kluding in diesem Job tätig und nach dem Ruhestand weiterhin für das Mittelalter-Team tätig. Auch Schwertkämpfe unter Leitung von Ulf Schiewek-Behnken wurden den Passanten demonstriert. Natürlich darf bei einer solchen mittelalterlichen Show die Musik nicht fehlen. Mit Geige, Drehleier, kleiner Trommel und Gesang unterhielten die Musiker mit ihren Künstlernamen Fiedel-Fritz, Leier-Lilly und Trommel-Flo auch
ohne Lautsprecher amüsant die Anwesenden.

Fidel-Geiger Fritz, Leier-Lilly und Trommel-Flo unterhielten die Schaulustigen mit Musik und Gesang.









