Fledermäuse gegen Kettensägen

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Ortsratsmitglied Michael Kaschek (Bildmitte) informierte sich von den NABU-Mitarbeitern über den Bestand der Fledermäuse in Debstedt.

Gerade noch zur rechten Zeit fuhr Debstedts Ortsratsmitglied Michael Kaschek (Bündnis 90/Die Grünen) Anfang Februar dieses Jahres am zentralen Marktplatz vorbei. Da stand ein Trupp von Arbeitern mit laufenden Kettensägen bereit, um einen stattlichen Baum zu fällen. Der Lehrer im Ruhestand hat sofort geschaltet und sein Fahrzeug gebremst. Unverzüglich setzte sich Kaschek mit voller Zustimmung des Ortsrates dafür ein, dass diese Abholzaktion für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt sofort eingestellt wird. Der Grund: ein gesunder Baum an einem Ort mit Prädikat eines Erhaltungsgebietes. Das hat Wirkung gezeigt. Mittlerweile hat die Verwaltung Abstand von dieser Aktion genommen. Befürchtet wird, dass die Wurzeln bei der Straßensanierung Schaden nehmen könnten und der Baum eingehen würde. Jetzt aber zum Beginn des Schutzgebietes am Marktplatz. Vor genau 35 Jahren hatte der Rat der Stadt Langen am 1. Juli 1991 unter Leitung seines ehemaligen Bürgermeisters Steffens und Stadtdirektor Seefeld beschlossen, den Marktplatz Debstedt und der näheren Wohnbebauung als Erhaltungsgebiet in einer Satzung festzulegen. Somit wurden strenge Regeln für jegliches Handeln vorgegeben. Jetzt hat Michael Kaschek im Auftrag des Ortsrates Debstedt eine weitere Naturschutzmaßnahme mit Unterstützung des NABU Bremerhaven hinzugefügt. Mit Hilfe von technischen Detektoren konnten Bekil Nowotsch und Uwe Felich den Bestand von Fledermäusen im Bereich des Marktplatzes nachweisen. Diese Geräte verraten die nützlichen Tiere bei einer entsprechenden Frequenz. Gemäß § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) sind Fledermäuse besonders und streng geschützt. Es ist untersagt, die Entwicklungsform zu stören – Wohn-, Brut- und Zufluchtsstätten sind geschützt und dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Fledermäuse helfen dabei, das ökologische Gleichgewicht zu wahren, indem ein Tier in der Nacht von der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang Tausende von Mücken und Schädlingen vertilgt. „Eine Fledermaus – so Bekil Nowotsch vom NABU – benötigt ein Drittel des eigenen Körpergewichtes zur Ernährung“. Der Ortsrat Debstedt wird die Baumaßnahmen in diesem Bereich daher besonders im Auge behalten.

Debstedt stellt Förderantrag

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Der Förderverein Debstedt ist aktiv unterwegs (oftmals im Hintergrund) – wie hier gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft und dem Ortsrat beim 1. großen Flohmarkt auf dem Marktplatz am 12. Juli 2026.

Kleines Geld – große Wirkung, so wirbt das Land Niedersachsen für den Ausbau der Förderung von bürgerlichen und ehrenamtlichen Engagement. Davon möchte der Förderverein Debstedt gerne profitieren. Vereinsvorsitzender Bernd Krüger wird daher einen entsprechenden Antrag gleich zu Beginn der Bewerbungsfrist ab 1. September diesen Jahres beim Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung einreichen. Zuwendungen von dort in Höhe von 100 bis zu 2.500 Euro pro Projekt werden landesweit ausgelobt. Diese Microförderung Niedersachsens ist ein zentraler Bestandteil der Strategie für Engagement und Ehrenamt, den die Landesregierung im Oktober 2025 beschlossen hat. Debstedts Förderverein kümmert sich seit der Vereinsgründung am 21. Dezember 2016 dank der Spenden um zahlreiche Projekte. Bei der Aufstellung von Ruhebänken in der weitläufigen Natur des Ortes, Verschönerungen durch große Blumentöpfe, traditioneller Weihnachtsmarkt und tatkräftige finanzielle Unterstützungen der Vereine bei sozialen Vorhaben ist der Förderverein Debstedt e.V. jetzt seit fast zehn Jahren unterstützend aktiv am Ball. Als neuestes Event hatte der Verein gemeinsam mit dem Ortsrat und der Dorfgemeinschaft einen großen Flohmarkt mit vollem Erfolg auf dem Markplatz organisiert. 2027 soll deshalb eine erweiterte Auflage erfolgen. Für neue Projekte wünscht sich Krüger für alle seiner ehrenamtlichen Mitstreiter daher auch finanzielle Unterstützung vom Land durch diesen Förderantrag.

THAI-FESTIVAL DEBSTEDT

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Auch die Mönche gönnten sich in der Mittagssonne eine kurze Auszeit.

Thai-Festival auf dem Marktplatz

Das waren die gelungenen Impressionen direkt aus Thailand: Die Sonne brannte vom Himmel, 30 Grad und mehr standen auf der Tagesordnung. 16 Verkaufsstände verzauberten den zentralen Marktplatz in Debstedt in eine Wohlfühl-Oase. Die thailändische Küche bot hier wieder einmal mehr einen großen kulinarischen Einblick in das von uns weit entfernte Land. Viele unzählige Touristen reisen per Flieger in diese Idylle. Die Besucher in unserem Ort waren überwiegend fußläufig unterwegs. Für jeden Geschmack gab es frisch zubereitete Speisen zu ergattern.

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Die Imbissstände lockten schon mit ihrem leckeren Duft die Kunden an den Verkaufstresen.